Frankfurt/Main (dpa) - Wenn es nach dem Autor der Romanvorlage für den ARD-Blockbuster "Babylon Berlin" geht, kann die Serie noch Jahre laufen. "Die Romanreihe ist noch nicht abgeschlossen. Ich habe fest vor, zumindest bis ins Jahr '38 hinein zu schreiben", sagte der Autor am Donnerstag auf der Frankfurt Buchmesse.

Der erste Roman, "Der nasse Fisch", der 2008 bei Kiepenheuer & Witsch erschien, spielt im Jahr 1929. Die Fortsetzungen umfassen jeweils ein Folgejahr. Der siebte Roman mit dem in Berlin ermittelnden Kommissar Gereon Rath erscheint im November bei Piper.

Die 1920er und 30er Jahre lassen den Autor nicht los. "Was für mich der Antrieb ist", sagte er am Donnerstag in Frankfurt, "ist die Frage, die mich auch als Historiker, als Mensch, als Demokrat beschäftigt: Wie konnte das passieren? Wie konnte aus der Weimarer Republik, die so schlecht gar nicht war, die schlimmste Diktatur werden, die wir jemals aus deutschem Boden hatten."

Kutscher sieht durchaus Parallelen zu heute. Wie damals müsse man heute um die Demokratie kämpfen. "Und ich glaube, dass die Demokratie nicht nur von rechts bedroht ist, sondern auch von Fundamentalisten - gegen die die Rechten auch wettern. Da sitzt man dann mit Leuten in einem Boot, mit denen man gar nicht sitzen möchte."

Buchmesse

Serie "Babylon Berlin"