Hamburg (dpa) - Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg muss wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten von Mai an für rund fünf Monate schließen. Unter anderem sollen die beiden Ränge des denkmalgeschützten Zuschauersaals entkernt und statisch verbessert werden.

"Die Sanierung ist seit langer Hand geplant", sagte die Intendantin Karin Beier am Freitag. "Es gab aber sehr viele Hürden zu nehmen, die Denkmalschutz, Brandschutz und natürlich auch Kosten betreffen." Die nächste Spielzeit soll statt im September am 20. Oktober starten, das Junge Schauspielhaus beginnt eine Woche früher.

Um den ersten und zweiten Rang zu sanieren, wird ein sieben Tonnen schwerer Baukran im Zuschauerraum stehen, 58 Tonnen Stahl werden verbaut. Es sei ein "komplizierter Eingriff", hieß es. Die Kosten belaufen sich den Angaben zufolge auf vier Millionen Euro.

"Wir nutzen die Zeit, um einige Gastspiele zu machen, die wir sonst nicht machen konnten", sagte Beier. Insgesamt acht Produktionen werden auf Tour gehen, geplant sind Gastspiele etwa in München, Wien, Amsterdam, Brünn und Moskau.

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