Lübeck (dpa) - Beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) dreht sich in diesem Jahr fast alles um Johann Sebastian Bach.

Bei vielen Konzerten steht mindestens ein Werk des Komponisten auf dem Programm - im Original, verjazzt, vertanzt oder karibisch interpretiert von einer Steelband. Dem 1685 im thüringischen Eisenach geborenen Johann Sebastian Bach ist die diesjährige Komponisten-Retrospektive gewidmet.

Porträtkünstlerin ist die niederländische Geigerin Janine Jansen. Sie ist auch beim Eröffnungskonzert am Sonntag (7. Juli) in der Lübecker Musik- und Kongresshalle zu hören. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms, es musizieren der NDR Chor und das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Krzysztof Urbanski.

"Es war einfach an der Zeit, den Komponisten zu würdigen, der im Zentrum der Musikgeschichte steht", sagt SHMF-Intendant Christian Kuhnt. "Wir haben großen Respekt vor seiner Musik, denn sein Werk ist nicht nur zahlenmäßig sehr groß. Jede Note steckt voller Genialität." Bach habe nicht nur die Klassik, sondern auch Jazz und Pop beeinflusst wie kein Zweiter.

Beispiele dafür gibt es im diesjährigen Festivalprogramm zur Genüge. Das Spektrum reicht von Bachs sämtlichen Sonaten und Partiten für Solovioline, gespielt von Geiger Christian Tetzlaff, über Chor- und Orgelwerke bis zur wilden Mixtur aus Klaviermusik, elektronischen Beats, klassischem Tanz und Breakdance mit den mehrfachen Breakdance-Weltmeistern "Flying Steps". Sie wollen zeigen, dass Bach auch cool klingen kann.

Insgesamt stehen 223 Konzerte auf dem Programm, das sind 21 mehr als im Vorjahr. Für das SHMF stehen insgesamt rund 207.000 Eintrittskarten zur Verfügung. Das Festival geht am 1. September in Kiel mit dem Disney-Filmklassiker von 1942 "Disney in Concert - Fantasia" zu Live-Musik zu Ende.

Schleswig-Holstein Musik Festival