Magdeburg l Es waren die 5. Dancing-Highlights, zu denen Star-Trainer Roberto Albanese am Sonnabend ins Maritim Hotel lud. Und er wünschte sich, dass das, was in Magdeburg gelinge, auch in anderen Städten zustande käme. Was er meinte, waren ein restlos gefüllter Ballsaal, Gala-Gäste in ihren schönsten Roben, gefeierte Tänzer und eine stets gefüllte Tanzfläche.

Motsi Mabuse löst Joachim Llambi ab

An der Seite Albaneses moderierte nicht wie in den vergangenen Jahren „Let‘s Dance“-Juror Joachim Llambi, sondern Profitänzerin und Publikumsliebling Motsi Mabuse. Die zeigte sich beeindruckt von der großen Resonanz der Magdeburger für den Tanzsport und freute sich, „nicht vergleichen und bewerten zu müssen, sondern einfach genießen zu können“.

Und der Genussfaktor war an diesem Abend ganz besonders hoch. Die frisch gekürten Showdance-Weltmeister und „Let‘s Dance“-Sieger Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov eröffneten mit ihrer erotischen „Shades of Grey“-Kür den Abend. „Got to Dance“-Finalist Michele Cantanna präsentierte mit seinen Tänzern eine „Freakshow“ der besonderen Art: Allesamt tanzten sie auf 15 Zentimeter hohen Absätzen.

Profis und Amateure teilen sich das Parkett

Das Spitzenlateinpaar Malika Dzhumaeva und Zsolt Cseke beeindruckte u. a. mit Rumba, Cha-Cha-Cha, Samba und Paso doble. Und das von Roberto Albaneses Frau Uta gecoachte B-Team des Grün-Gold-Club Bremen leitete energisch den Final-Countdown ein. Die Höhepunkte tänzerischen Könnens wechselten stets mit der Gelegenheit für die Gala-Gäste, selbst die Hüften zu schwingen. Das Högl-Dance-Orchester um Sänger und Bandleader Michi Högl ließ kaum einen Musik- oder vielmehr Tanzstil-Wunsch offen; ob Rumba zum „Stand by me“ oder Jive zu „Mambo Nr. 5“. Sogar zu Helene Fischers „Atemlos“ ließ er sich hinreißen.

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Magdeburger sind "Let's Dance"-Fans

Hinreißen ließ sich übrigens auch Motsi Mabuse. Und zwar zu einem Samba mit Roberto Albanese, obgleich sie den falschen BH und die falschen Schuhe dazu anhabe. Unter dem begeisterten Applaus des Publikums bewiesen sie, dass sie Profis auf dem Parkett sind. „Motsi ist einfach toll und kann, wie man sieht, sich fantastisch bewegen“, sagte Eveline Ehrhardt. Mit ihrem Mann Hans-Dieter schaue sie jede Folge „Let‘s Dance“.

Früher seien sie selbst oft zum Tanzen gegangen. Im Keller des heutigen Maritim Hotels, wo sich mittlerweile die Garage befindet, habe es eine tolle Bar gegeben, wo immer Live-Musik gespielt wurde. Auch seien sie oft im „Stadt Prag“ gewesen. „Wir gehörten damals zu denen, die immer das Licht ausmachten“, erinnert sich Hans-Dieter Ehrhardt. Beim Tanzen im Amo habe sich das Paar kennengelernt. „Er forderte mich damals auf“, erinnert sich Eveline. „Ich habe danach gleich zu meiner Freundin gesagt, ‚der kann traumhaft tanzen‘.“ Gut acht Wochen lang waren die beiden per Sie, ehe aus ihnen ein Paar wurde, geeint durch ihre Tanzleidenschaft „Inzwischen tanzen wir allerdings nur noch zu langsamen Liedern“, verriet der 85-jährige Magdeburger, der ein bisschen wehmütig auf die Jugend blickte.

Anton Dubiel ist Magdeburgs junges Tanztalent

Der jüngste Magdeburger auf dem Parkett war übrigens Anton Dubiel (12). Das Elbestädter Tanztalent, das kürzlich Bronze bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften gewann, hat sich von seiner Tanzpartnerin getrennt. Roberto Albanese brachte ihm deswegen die Bremer Nachwuchstänzerin Jennifer Bertram mit. Und obwohl die zwei sich erst wenige Stunden zuvor kennengelernt hatten und nicht wirklich proben konnten, tanzten sie eine Rumba, die für Laien wirkte, als würden sie sich schon ewig kennen.