Siebtklässler erforschen Schulgeschichte Von Andreas Stein

Beispielhaft

Zwei Jahre lang haben Siebtklässler der Sekundarschule "Wilhelm Wundt" aus Tangerhütte die Schulgeschichte ihrer Eltern und Großeltern erforscht. Für ihr weit über den Unterricht hinausgehendes Engagement wurden sie nun im Rahmen des Wettbewerbes "Demokratisch Handeln" ausgezeichnet. Den Schulalltag Anno dazumal mit Rohrstock und Griffel, Fahnenappell und Pionierhemd, den zehn Geboten und politischen Doktrinen kannten die Jugendlichen bis dahin höchstens aus Erzählungen von Oma und Opa. Nun stellen sie aus eigenem Erleben fest, dass die Schule von heute doch gar nicht so "uncool" ist und welches Glück sie haben, im 21. Jahrhundert mit all seinen Freiheiten aufzuwachsen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass Geschichte zum Anfassen in den Schülerköpfen hängenbleibt und dem Frontalunterricht überlegen ist. Mehr Lehrer sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Dann ist einem nicht bange, dass zukünftige Generationen die Fehler der Vergangenheit wiederholen. (Sachsen-Anhalt)