Griechenland

Brand im Norden Athens - vier Ortschaften evakuiert

Mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber kämpften bis zum letzten Tageslicht gegen die außer Kontrolle geratenen Flammen.

Von Takis Tsafos
Rauch eines Waldbrandes steigt hinter einem Berghang in dem Ort Limni, auf der Halbinsel Euböa, etwa 160 Kilometer nördlich von Athen, auf. Griechenland wird weiterhin von einer Dauerhitzewelle und Trockenheit heimgesucht, weshalb zahlreiche Waldbrände ausgebrochen sind. | Aktuell
Rauch eines Waldbrandes steigt hinter einem Berghang in dem Ort Limni, auf der Halbinsel Euböa, etwa 160 Kilometer nördlich von Athen, auf. Griechenland wird weiterhin von einer Dauerhitzewelle und Trockenheit heimgesucht, weshalb zahlreiche Waldbrände ausgebrochen sind. | Aktuell Foto: picture alliance/dpa/AP | Michael Pappas

Athen (dpa) - Nach dem Ausbruch eines Großbrandes im Norden der griechischen Hauptstadt Athen sind vier große Ortschaften evakuiert worden. Tausende Menschen mussten Zuflucht in anderen Teilen der griechischen Hauptstadt suchen. Der Staat bot diesen Menschen Hotelzimmer für die kommenden Nächte an.

Mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber kämpften bis zum letzten Tageslicht gegen die außer Kontrolle geratenen Flammen. Dann blieben nur die Bodenkräfte im Einsatz. «Unser primäres Ziel ist, Menschenleben zu retten», sagte der griechische Minister für Bürgerschutz Michalis Chrysochoidis nach einer Krisensitzung im Staatsfernsehen.

Die Flammen tobten am Dienstagabend zwischen den Häusern der Athener Vorstädte Varybobi und Acharnes. Einige Häuser brannten lichterloh, wie das Staatsfernsehen (ERT) zeigte. Brände brachen auch auf der Insel Euböa, der Halbinsel Peloponnes und auf den Urlaubsinseln Kos und Rhodos aus. Insgesamt tobten am Dienstagabend landesweit 40 Brände, teilte ein Sprecher des Zivilschutzes mit. Informationen über Opfer gab es nicht.

Dicke Rauchschwaden waren aus allen Stadtteilen Athens sichtbar. Asche ging auf die Stadt nieder. Die Rauchwolken dehnten sich weit ins Ägäische Meer aus, wie auf Satellitenbildern zu sehen war.

Wetterexperten befürchteten seit Tagen, dass Brände solchen Umfangs ausbrechen könnten. Ganz Griechenland wird seit mehr als einer Woche von einer historischen Hitzewelle heimgesucht. In Athen zeigten die Thermometer am Dienstag 44 Grad. Bei Langadas nahe Thessaloniki wurden 47 Grad gemessen. Bei dieser extremen Dürre kann der kleinste Brand außer Kontrolle geraten.