1100 niedersächsische Helfer im NRW-Hochwassereinsatz

Von dpa
Menschen räumen in der Fußgängerzone von Gemünd in Nordrhein-Westfalen auf.
Menschen räumen in der Fußgängerzone von Gemünd in Nordrhein-Westfalen auf. Oliver Berg/dpa

Hannover - Etwa 1100 Helfer von Feuerwehr, Polizei und DLRG aus Niedersachsen werden über das Wochenende in Nordrhein-Westfalen gegen die Folgen des katastrophalen Hochwassers kämpfen. Das teilte das niedersächsische Innenministerium in Hannover mit. Am Freitag wurden Kreisfeuerwehrbereitschaften aus acht Landkreisen in das Nachbarbundesland entsandt. Die 800 Feuerwehrleute sollen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln zum Einsatz kommen. Sie bringen auch vier Hochleistungspumpen mit.

Schon seit Donnerstag helfen zwei Wasserrettungszüge der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Niedersachsen in NRW aus. Einsatzschwerpunkt der 110 Retter ist die Rettung von Menschen aus den Fluten mit Booten. Polizisten aus Niedersachsen helfen im Katastrophengebiet beispielsweise mit, Plünderungen zu verhindern. Auch Angehörige der Wasserschutzpolizei Oldenburg sind bis Montag im Einsatz.

„Diese Hochwasserlage ist eine dramatische Herausforderung für alle Betroffenen“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Dass so viele Tote zu beklagen sind und noch immer zahlreiche Menschen vermisst werden, ist eine Tragödie.“ Die aktuelle Lage zeige, dass der Katastrophenschutz in Zukunft eine noch stärkere Bedeutung bekommen werde, weil außergewöhnliche Wetterphänomene zunähmen.