148 auf der Köhlbrandbrücke: Verliert Fahrer seinen SUV?

Von dpa
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug.
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Hamburg - Die rasende Fahrt eines 34 Jahre alten Mannes über die Hamburger Köhlbrandbrücke könnte drastische Konsequenzen haben. 148 Kilometer pro Stunde und gefährliche Überholmanöver ziehen nach Angaben der Polizei vom Sonntag Ermittlungen wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens nach sich. Die Folge könnte neben einem langen Fahrverbot und einer Geldstrafe auch sein, dass der hochpreisige und 340 PS starke SUV gerichtlich eingezogen wird. Der Mann hatte am Freitagabend einen Videowagen der Polizei überholt.

Mehrere Monate ohne Führerschein auskommen müssen seit Freitag auch ein 33-Jähriger, der unter anderem in einer Hamburger Autobahnbaustelle 142 Stundenkilometer statt der erlaubten 60 fuhr, und ein 31-Jähriger, der die zulässigen 80 Kilometer pro Stunde auf einer Bundesstraße in der Hansestadt um 93 überbot.

Nach Paragraf 315d des Strafgesetzbuches macht sich ein Fahrer bereits dann wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens strafbar, wenn er sich mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Ein zweites Fahrzeug ist für ein solches Rennen nicht erforderlich. Der Strafrahmen reicht bis zu zwei Jahre Haft, mit Gefährdung bis zu fünf Jahre.