15.000 Besucher erlaubt: Zurückhaltende Reaktionen

Von dpa

Rostock - Die Entscheidung der Landesregierung, bei Großveranstaltungen bis zu 15.000 Besucher zuzulassen, ist bei Veranstaltern mit Zurückhaltung aufgenommen worden. „Wir werden den genauen Wortlaut der Verordnung darauf prüfen, welche Konsequenzen und Möglichkeiten sich daraus für uns ergeben“, sagte ein Sprecher des Fusion-Festivals in Lärz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) am Mittwoch. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch zu früh, allein aus der Ankündigung Konsequenzen zu ziehen. Dazu seien noch viel zu viele Details unbekannt. Bisherigen Planungen zufolge will der Verein Kulturkosmos (Berlin) ab 20. August unter dem Motto „Plan:et C“ an drei Wochenenden je 10.000 Besucher zusammenbringen.

Auch der Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde, Matthias Fromm, konnte nur sagen, dass mit Hochdruck an der Überarbeitung des Konzepts der Hanse Sail gearbeitet werde. Die Hanse Sail zählt zu den größten Volksfesten im Nordosten. Im vergangenen Jahr musste sie wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Fromm war bislang davon ausgegangen, dass es das bisherige große Veranstaltungsgelände im Stadthafen nicht mehr geben werden. Vielmehr werde auf Erlebnisräume gesetzt, in denen die Besucherströme besser gelenkt werden können. Die 30. Hanse Sail soll am 5. August beginnen und am 8. August enden.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) betonte, dass Regelungen gebraucht werden, mit denen die Stadt als Veranstalter der Hanse Sail gut arbeiten könne. „Einige der Veranstalter, die wir normalerweise bei der Hanse Sail haben, haben jetzt schon andere Aufträge angenommen und die werden wir jetzt natürlich nicht mehr kriegen. Es werden deutlich weniger Partner kommen als gewöhnlich“, sagte Madsen am Dienstagabend im NDR-Nordmagazin.