51-Jähriger soll Freund der Tochter mit Tod bedroht haben

Von dpa 06.07.2021, 11:40
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Kiel - Mit Geiselnahme, massiver Gewalt und mehrfachen Todesdrohungen soll ein 51-jähriger Vater versucht haben, den Freund seiner Tochter zur Aufgabe der Beziehung zu zwingen. Er habe den Mann nach Kiel gelockt, ihn dort in einem Kleingarten als Geisel genommen und - gemeinsam mit drei unbekannten Mittätern - misshandelt und mit dem Tode bedroht, sagte die Staatsanwältin am Dienstag bei der Anklageverlesung vor dem Kieler Landgericht. Die Vorwürfe der Anklage: Geiselnahme, gefährliche Körperverletzung und Raub. Dem Angeklagten, er ist syrischer Staatsbürger, drohen bei einer Verurteilung mindestens fünf Jahre Haft.

Während der Tat am 22. Dezember 2017 sollen der Angeklagte und seine Mittäter den Freund der Tochter geschlagen, gefesselt, geknebelt, ihm die Augen verbunden und ein Messer an den Hals gesetzt haben, sagte die Staatsanwältin. Sie drohten unter anderem auch, sein Kind in der Türkei und seine Mutter würden getötet, falls er die Polizei einschalte. Zugleich behaupteten die Täter demnach, sie seien Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die unter anderem in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft ist. Der Geschädigte kam drei Stunden später frei.

Das Gericht hat zwei Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte bereits Montag kommender Woche verkündet werden.