63.000 Impfdosen stapeln sich in Kühlschränken der Kommunen

Von dpa
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten.
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten. Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Schwerin - In den Kühlschränken der Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern stapelt sich der Corona-Impfstoff. Zuletzt lagerten dort rund 62.900 Impfdosen (Stand: 18. Juli), wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete am Mittwoch 9130 Impfungen, zwei Wochen zuvor (7. Juli) waren es noch fast 15.600 gewesen. Am Dienstag waren gut 6000 Impfungen gemeldet worden, am Dienstag vor zwei Wochen rund 10.100.

Der Berg an Impfdosen in den Kühlschränken der Impfzentren und mobilen Impfteams könnte vorerst weiter wachsen, wenn die Impfmüdigkeit anhält. In dieser Woche sollen 42.750 Dosen vom Bund geliefert werden, nächste Woche 48.600. Ab Mitte August soll dann nicht mehr nach Anteil an der Gesamtbevölkerung geliefert werden, sondern nach Bestellung. Das haben die Gesundheitsminister der Länder so beschlossen. Der Bund will nicht benötigten Impfstoff an Drittstaaten spenden.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) erneuerte seinen Appell an die Menschen im Land, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. „Jeder der will, kann eine Impfung gegen das Corona-Virus bekommen. Auch mit Hinblick auf eine mögliche vierte Welle wegen der Delta-Mutation macht es Sinn, sich weiter impfen zu lassen“, erklärte er. Nach den Sommerferien sollen Impfangebote in den Schulen für Jugendliche ab 16 Jahren gemacht werden.