9257 Kinder ab zwölf geimpft: Schulen bleiben offen

Von dpa
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen.
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Erfurt - In Thüringen sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) 9257 Kinder und Jugendliche mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspreche einem Anteil von 8,8 Prozent in der etwa 105 000 Menschen großen Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen, sagte Werner am Dienstag. Rund 1300 junge Menschen haben demnach den vollständigen Impfschutz. „Wir wollen weiterhin niedrigschwellig Impfangebote unterbreiten.“

Die Daten zeigten, dass es mit zunehmendem Alter mehr Geimpfte gebe, sagte die Ministerin. „Das heißt, dass es eine entscheidende Rolle spielt - davon gehen wir aus -, dass sich Jugendliche mit beteiligen an der Entscheidung.“ Kinder und Jugendliche fänden sich oft in großen Gruppen zusammen und hätten sehr viele Kontakte. „Deswegen sind Kinder und Jugendliche für uns eine sehr wichtige Zielgruppe.“

Werner warnte vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. „Wir wissen, es wird natürlich zu einer vierten Welle kommen.“ Wie groß die Auswirkungen sein werden, hänge aber davon ab, wie viele Menschen sich impfen ließen. Die Politikerin kündigte den Start eines neuen Internetportals an, auf dem abgesagte Impftermine in Thüringen schnell an andere Menschen vergeben werden könnten. Bisher würden etwa zwei Prozent der Impftermine nicht wahrgenommen. Das Portal www.impfrettung.de soll kommende Woche online gehen.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) bekräftigte, dass er im kommenden Schuljahr keinen Wechselunterricht und keine Schulschließungen mehr möchte. „Schulen bleiben offen.“ Kein Kind solle vom Präsenzunterricht ausgeschlossen werden.