Afrikanische Schweinepest: Bauernverband will zweiten Zaun

Von dpa
Ein Mastschwein steht in seinem Stall.
Ein Mastschwein steht in seinem Stall. picture alliance / Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Teltow - Der Landesbauernverband in Brandenburg fordert im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen den Bau eines zweiten Schutzzauns an der Grenze zu Polen. Das müsse konsequent und ohne Zeitverzug vorangetrieben werden, betonte Präsident Henrik Wendorff am Donnerstag einer Mitteilung zufolge. Damit könne der enorme Seuchendruck aus Polen unterbrochen und die Seuche gestoppt werden.

Alle dafür notwendigen Kräfte und Ressourcen seien zu mobilisieren, sagte Wendorff. Die unterschiedlichen Verwaltungsebenen müssten konstruktiv zusammenarbeiten. Bislang kooperierten sie offensichtlich nur sehr eingeschränkt miteinander. „Die ASP ist in erster Linie ein europäisches und nationales Problem“, betonte Wendorff. Aus Sicht der Landwirte ist es den derzeit verantwortlichen Seuchenbekämpfern nicht gelungen, die Seuche innerhalb eines Jahres in den Griff zu bekommen.

Nach dem jüngsten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Hausschweinen in Brandenburg ist am Freitag beim Agrarministerium ein Treffen zur Frage weiterer Hilfen für Schweinehalter geplant. Daran sollen Vertreter des Bundes-Agrarministeriums, des Landes-Verbraucherschutzministerium sowie Schweinehalter teilnehmen.

Mitte Juli waren bundesweit die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Hausschweinbeständen in Brandenburg bekannt geworden.