Afrikanische Schweinepest: Zaun weitgehend fertiggestellt

Von dpa 05.06.2021, 15:56
Ein Schild mit der Aufschrift „Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone“.
Ein Schild mit der Aufschrift „Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone“. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Potsdam - Der Bau des festen Zauns an der Grenze zu Polen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist in Brandenburg weitgehend fertiggestellt. Nur im Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs liefen noch letzte Arbeiten an dem insgesamt knapp 250 Kilometer langen Schutzzaun, teilte das Umweltministerium auf Anfrage mit. Die Maßnahmen zur Eindämmung der ASP hätten sich bewährt, sagte Ministeriumssprecher Sebastian Arnold. „Fälle im Bestand von Hausschweinen konnten bislang vermieden werden, auch Fälle im Landesinneren sind bisher nicht aufgetreten.“

Zu den Maßnahmen zählen neben dem Schutzzaun an der Grenze unter anderem die Einrichtung von Sicherheitszonen um die Fundorte toter Wildschweine mit weiteren Zäunen und die Fallwildsuche. Dafür werden nach Angaben des Ministeriums auch 30 Kadaver-Suchhunde eingesetzt.

In Brandenburg wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 1035 tote infizierte Wildschweine gezählt, mehr als die Hälfte davon im Landkreis Oder-Spree (577). Auch der Landkreis Märkisch-Oderland ist mit 259 Fällen besonders betroffen. Weitere Funde gab es in den Landkreisen Spree-Neiße (75) und Dahme-Spreewald (74) sowie in Frankfurt (Oder) (50).

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich. Eine vorbeugende Impfung ist nicht möglich. Der erste Ausbruch der Krankheit bei Wildschweinen in Deutschland wurde am 10. September 2020 in Brandenburg offiziell nachgewiesen. Später wurde bekannt, dass bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendeten. Als mögliche Ursachen des Ausbruchs gelten eine Übertragung durch Tiere aus Westpolen oder die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleisch.