Agrar-Pachtpreise kräftig gestiegen

Von dpa 20.07.2021, 12:45

Schwerin - Die Pachtpreise für Äcker und Wiesen sind in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern um 18 Prozent gestiegen. Das gab das Statistische Landesamt in Schwerin am Dienstag nach Auswertung der Landwirtschaftszählung 2020 bekannt. Danach betrug der jährliche Pachtpreis je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche 2020 im Schnitt 288 Euro. Im Jahr 2016 waren es demnach noch 245 Euro gewesen.

Die Pachten für Äcker stiegen den Experten zufolge dabei mit plus 19 Prozent auf 322 Euro stärker als die für Grünland (plus 15 Prozent auf 158 Euro). Bauern müssen für kleine Pachtflächen mehr bezahlen als für große: In der Größenklasse unter fünf Hektar, die unter anderem für kleine Gartenbau- und Obstbaubetriebe typisch sei, mussten dem Amt zufolge 2020 im Durchschnitt 524 Euro Pacht je Hektar bezahlt werden.

Höhere Pachten würden auch für ertragreichere Böden fällig, wie sie zum Beispiel für den Landkreis Nordwestmecklenburg typisch sind. Dort ermittelten die Statistiker durchschnittlich 378 Euro je Hektar. In Vorpommern-Greifswald oder Ludwigslust-Parchim hingegen, wo leichtere Böden häufig vorkommen, waren die Pachtpreise im vergangenen Jahr mit 225 beziehungsweise 236 Euro je Hektar am niedrigsten.

In Mecklenburg-Vorpommern waren dem Statistikamt zufolge im vergangenen Jahr rund 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen Pachtland, 39 Prozent wurden von den Eigentümern selbst bewirtschaftet. Ein Prozent (14 100 Hektar) wurde den Betrieben unentgeltlich zur Verfügung gestellt.