Am Stadion oder an der Schule: Andrang bei mobilen Impfteams

Ein kleiner Piks vor dem Fußballspiel gefällig? In Sachsen sind zurzeit mobile Impfteams an vielen Orten unterwegs. Beim Auftakt waren sogar die Organisatoren von der Resonanz überrascht.

Von dpa
Fußballfans und Bürger der Stadt stehen zum Auftakt der gemeinsamen Impfaktion an.
Fußballfans und Bürger der Stadt stehen zum Auftakt der gemeinsamen Impfaktion an. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Spontan vor dem Stadion-Besuch, beim Volksfest oder am Museum: In Sachsen gibt es an diesem Wochenende viele Gelegenheiten, sich ohne Termin gegen das Coronavirus impfen zu lassen. In Dresden etwa konnten sich Impfwillige am Samstag vor und nach dem Zweitligaspiel von Dynamo Dresden gegen den FC Ingolstadt piksen lassen - dort war das Interesse sehr groß. Auch vor der „Langen Nacht der Museen“ in der Landeshauptstadt war ein Impfangebot geplant. Ärztinnen und Ärzte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) spritzten dort Biontech sowie Johnson & Johnson.

„Der Andrang war gleich zu Beginn riesengroß, größer als wir erwartet hatten“, sagte ein Sprecher der Stadt am Samstag. Schon eine halbe Stunde nach dem Start habe das DRK ein zweites Ärzte-Team dazu geholt, um die Wartezeiten zu verringern. Das Publikum sei gemischt gewesen, sagte der Sprecher. „Es waren Dynamo-Fans da, die sich vor dem Stadion-Besuch impfen lassen wollten, aber auch Menschen, die von der Aktion in der Zeitung gelesen hatten.“ Der Termin sei ein Auftakt zu einer ganzen Reihe an Aktionen außerhalb der Impfzentren. „Wir wollen niedrigschwellige Angebote schaffen“, so der Sprecher.

Einen Piks gegen das Coronavirus ohne Termin gab es auch beim Freiberger Bergstadtsommer und bei mobilen Impfteams in Görlitz. Für Sonntag geplant war eine Aktion beim 1. FC Erzgebirge Aue: Unter dem Motto „Glück auf, Ärmel rauf!“ können sich Impfwillige dort laut Mitteilung die erste oder zweite Impfdosis spritzen lassen.

In Leipzig sind seit Donnerstag mobile Impfteams im Einsatz und machen etwa in Sporthallen und Schulen Halt. „Am ersten Tag haben wir 132 Menschen geimpft“, sagte ein Sprecher des Kommunalen Eigenbetriebs Leipzig/ Engelsdorf (KEE). Das Unternehmen organisiert die Aktionen gemeinsam mit dem DRK im Auftrag des Leipziger Sozialamts. Ärzte bieten sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen an. Insgesamt sollen in Leipzig bis zu vier mobile Impfteams zwischen 5000 und 7000 Menschen bis Anfang September impfen. „Es war noch nie so einfach, einen Impftermin zu bekommen“, warb der Sprecher.