Arbeit für Hochwasserschützer: Deiche werden aufgerüstet

Von dpa 08.07.2021, 16:05
Ein Mann, eine Frau und zwei Schafe stehen bei bedecktem Himmel auf einem Deich.
Ein Mann, eine Frau und zwei Schafe stehen bei bedecktem Himmel auf einem Deich. Frank Molter/dpa/Symbolbild

Lüneburg - Eine Analyse des Deichbestands nach den extremen Hochwassern von 2002 bis 2013 im niedersächsischen Elbeabschnitt zwischen Schnackenburg und Rönne hat einen Nachbesserungsbedarf in Millionenhöhe ergeben. Zwar seien die Deiche an der unteren Mittelelbe in einem guten Zustand, auf die Hochwasserschützer komme in den nächsten 30 Jahren aber viel Arbeit zu. „Damals haben die Deiche zwar stets den enormen Belastungen standgehalten - nicht zuletzt, weil die Verbände und Einsatzkräfte vor Ort einen enormen Aufwand bei der Deichverteidigung betrieben haben“, sagte Heiko Warnecke, Geschäftsbereichsleiter der Betriebsstelle Lüneburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

„Es kam aber an diversen Deichabschnitten zu deutlich erhöhten Sickerwasser-Austritten vor dem Deichverteidigungsweg und im Binnenbereich“, erläuterte er am Donnerstag bei der Übergabe der Untersuchung an die Deichverbände. Nicht zuletzt diese Sickerwasserbereiche wurden einer Untersuchung unterzogen. Die Deiche müssten an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Der Finanzbedarf wird auf rund 313 Millionen Euro geschätzt.

Die hydraulischen Berechnungen der Bundesanstalt für Gewässerkunde zeigten Fehlhöhen von bis zu 80 Zentimetern an den Elbdeichen auf. Zudem sei ihr Sandkern teils zu locker gelagert, und der Deichverteidigungsweg liege zu tief. „Die Arbeiten werden einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren in Anspruch nehmen“, sagte Warnecke.