Aurubis produziert erste Kupferanode mit Wasserstoff

Von dpa
Peter Tschentscher (SPD) in einer Sitzung.
Peter Tschentscher (SPD) in einer Sitzung. Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Hamburg - Erstmals ist im Hamburger Werk des Kupferkonzerns Aurubis eine Kupferanode mit Wasserstoff produziert worden. Ziel sei es, zur CO2-Reduktion das bisher verwendete Erdgas durch grünen Wasserstoff zu ersetzen, sagte Vorstandschef Roland Harings am Donnerstag beim symbolischen Start des Pilotversuchs mit Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Aurubis zufolge handelt sich um „die erste wasserstoffgepolte Anode weltweit“. Tschentscher sprach von einem „symbolischen Schritt auf dem Weg in die Zukunft der klimaneutralen Industrie“.

Grüner, etwa durch Windenergie produzierter Wasserstoff gilt als Schlüssel für eine Dekarbonisierung der Industrie. Bei der Kupferproduktion wird er bei Aurubis anstelle von Erdgas als Reduktionsmittel im Anodenofen eingesetzt, um die Reinheit des Kupfers zu erhöhen. Allein im Werk in Hamburg könnten so rund 6200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.