Aus für Adventskranz auf Lüneburgs Wasserturm

Von dpa
Der sogenannte Wichernkranz leuchtet auf dem 56 Meter hohen Wasserturm der Stadt.
Der sogenannte Wichernkranz leuchtet auf dem 56 Meter hohen Wasserturm der Stadt. Philipp Schulze/dpa/Archivbild

Lüneburg - Der gewaltige Wichernkranz wird in dieser Adventszeit nicht mehr auf Lüneburgs Wasserturm erstrahlen. „Das hat jetzt seine Zeit gehabt“, sagte Michael Elsner von der Lüneburger Diakonie am Mittwoch. Im Dezember werde das Lichtobjekt nicht wie in den vergangenen 13 Jahren mit einem Kran auf den 56 Meter hohen Turm gehievt. Der Materialverschleiß, der neue Investitionen erfordern würde, und die steigenden laufenden Kosten seien nicht mehr tragbar, erläuterte Elsner.

Auch die statische Belastung des historischen Wasserturms sei ein Argument. Und der hohe Energieverbrauch gebe schon länger zu denken. Die künftige Verwendung der Aluminium-Konstruktion ist noch offen.

Wenn Corona es zulasse, solle es möglicherweise eine andere Leucht-Aktion zum Jahresende geben, hieß es.

Mehr als 67.000 Euro wurden für Projekte für Kinder und Familien eingesammelt, das Leuchten der überdimensionalen Kerzen war mit einer Spendenaktion verbunden. Die Initiative von Diakonie, Kirchenkreis und Trägerverein Wasserturm sollte an den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern erinnern.

Er hatte mit einem geschmückten Wagenrad 1839 in Hamburg Heimkindern das Warten auf Weihnachten verkürzen wollen und so den Adventskranz erfunden. 2008 begann die Aktion mit dem Alu-Kranz - es war das Jahr des 200. Geburtstags Wicherns, des Gründervaters der Diakonie.