Ausflug ins Museum: Begabte Drittklässler besser fördern

Von dpa 07.06.2021, 12:18
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin.
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin. Uli Deck/dpa/Symbolbild

Berlin - Begabte Drittklässler in Berlin sollen künftig besser gefördert werden. Für diesen Zweck ausgebildete Mentoren nehmen sie dafür an die Hand und gehen mit ihnen zum Beispiel ins Technikmuseum, ins Kinderforschungszentrum Helleum oder an andere Lern- und Wissensorte, wie die Senatsverwaltung für Bildung am Montag mitteilte. Gemeinsam mit Kindern aus anderen Schulen können sie dort etwas über ein Thema lernen, das sie besonders interessiert. Dabei sollen unterschiedliche Begabungsfelder von sportlich-motorisch bis künstlerisch-darstellend berücksichtigt werden.

Das entsprechende Mentoring-Programm „BegaKarussell“ hat die Senatsverwaltung in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin entwickelt. Das Programm soll im Schuljahr 2021/2022 mit zunächst vier Grundschulen aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf starten. Bei der Auftaktveranstaltung im Deutschen Technikmuseum unterzeichneten die Schulleiterinnen und Schulleiter am Montag die Projektvereinbarung.

Die Wissenschaftler des Fachgebietes Pädagogische Psychologie der TU Berlin entwerfen der Bildungsverwaltung zufolge das Konzept für das Projekt und bauen Kooperationen mit einzelnen Lernorten auf. Sie entwickeln auch Lernmaterialien für Lernortbesuche und bilden die Mentoren aus. Außerdem sollen sie das Programm wissenschaftlich begleiten.

„Das zentrale Ziel des Mentoring-Programms BegaKarussell ist es, besonders interessierte und begabte Kinder zu erreichen, auch und besonders aus weniger privilegierten Familien“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). „Gemeinsam mit den Mentorinnen und Mentoren sollen die Kinder an außerschulischen Lernorten ihre Interessen entdecken und ihre Möglichkeiten weiterentwickeln.“