Ausstellungen

Ausstellung: Erzgebirge-Spielzeug von beiderseits der Grenze

Von dpa 03.09.2021, 14:37 • Aktualisiert: 03.09.2021, 14:44
Eine Spielzeugente, eine Straßenbahn und ein Auto aus Holz werden in Most ausgestellt.
Eine Spielzeugente, eine Straßenbahn und ein Auto aus Holz werden in Most ausgestellt. Hájek Ondøej/CTK/dpa

Most - Die Entwicklung der Spielzeugindustrie im Erzgebirge beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze ist Thema einer neuen Ausstellung. Die Schau mit dem Untertitel „zwei Länder - zwei Wege“ im Regionalmuseum im nordböhmischen Most öffnete am Freitag ihre Pforten. Das Projekt, das zusammen mit dem sächsischen Museum Olbernhau entstand, wurde von der Europäischen Union finanziell gefördert.

Nachdem die Spielzeugmanufakturen der Region jahrhundertelang ähnliche Entwicklungen durchgemacht hatten, trennten sich ihre Wege in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. In der DDR entstand das Spielzeugkombinat Vero, in der damaligen Tschechoslowakei das staatliche Gegenstück Dehor.

Für die Ausstellung befragten die Kuratoren mehr als zwei Jahre lang Zeitzeugen und sammelten Spielzeug sowie Archivmaterialien und Werkzeuge aus der Produktion. Die Schau enthält interaktive Elemente und endet mit einem Quiz für die jungen Besucher. Auch eine Spielecke fehlt nicht. Ein Dokumentarfilm zeigt Interviews mit früheren Mitarbeitern der Spielzeugbranche.

Zu den bis heute legendären Produkten auf tschechischer Seite zählt das Tischspiel „Tivoli“, bei dem eine Kugel hochgeschossen und an Hindernissen vorbei in Punktefelder geleitet werden muss. Es ist eine Art frühe Form des Flipperautomaten. Zu sehen sind unter anderem auch historische Ziehtiere, Hammerspiele, Holzburgen und Dreiräder. Die Ausstellung über die erzgebirgische Spielzeugindustrie im tschechischen Most (Brüx) ist bis zum 28. November zu sehen.