Ausstellung informiert über Gefahren durch Kriegswracks

Von dpa 09.08.2021, 06:32 • Aktualisiert: 11.08.2021, 23:59

Bremerhaven - Welche Giftgefahr geht von Weltkriegswracks in der Nordsee aus? Dieser Frage geht die fünftägige Open-Air-Ausstellung „Giftige Hinterlassenschaften des Krieges - Wracks in der Nordsee“ nach, die ab Mittwoch (11. August) vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) zu sehen ist. Über 120 militärische Wracks liegen allein in der deutschen Nordsee. In ihnen befinden sich große Mengen Munition.

Europäische Forschende unter der Leitung des DSM untersuchen seit 2018 im EU-geförderten „North-Sea-Wrecks“-Projekt, ob die in den Wracks liegenden Kampfmittel krebserregende Stoffe wie TNT absondern und ob diese von Meeresorganismen aufgenommen werden. In der während der „Maritimen Tage“ gezeigten Wanderausstellung sollen erste Ergebnisse präsentiert werden. Die Besucher erhalten einen 360 Grad-Einblick in das Projekt: Virtuell können sie in die Rolle von Forschenden schlüpfen und Sediment-, Wasser- und Kratzproben nehmen.

Nach dem Auftakt in Bremerhaven ist die Schau bis September 2022 an weiteren Stationen in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Belgien zu sehen.