Autobahn-Gegner planen Demos gegen Verlängerung der A20

Von dpa

Westerstede - Gegner der geplanten Autobahn A20 quer durch Norddeutschland planen für den 5. Juni Fahrrad-Demonstrationen an sechs Orten. Die Kundgebungen reichen entlang der künftigen Trassenführung von Bad Segeberg in Schleswig-Holstein über das Elbe-Weser-Dreieck bis nach Rastede bei Oldenburg in Niedersachsen.

In Rastede sollen sich die Teilnehmer einer Sternfahrt auf Fahrrädern treffen, wie die Organisatoren mitteilten. Gemeinsam wolle man „das größte, teuerste und klimaschädlichste Autobahnprojekt Deutschlands verhindern“, sagte eine Sprecherin.

Die Veranstaltungen gegen die A20 gehören zu einem bundesweiten Protesttag unter dem Motto „Verkehrswende jetzt - Autobahnbau stoppen“. Die A20 führt bereits entlang der Ostseeküste bis Bad Segeberg. Geplant ist eine etwa 160 Kilometer lange Verlängerung mit Tunneln unter der Elbe und der Weser. Gegner kritisieren, die Strecke zerschneide Moore, Marschlandschaften und Wälder. Die Bundesregierung stuft das Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan 2030 als dringlich ein. Sie erwartet Kosten von 3,68 Milliarden Euro.

Auf einer Weide bei Westerstede im Kreis Ammerland unterhalten Aktivisten seit Mitte Mai ein Zeltlager. Die Dauermahnwache solle fortgesetzt werden, bis die Planung für die A20 eingestellt wird, sagte Mischa Lauterbach von der Initiative „Moor bleibt Moor“. In dem Lager seien wochentags etwa zehn Personen, an Wochenenden mehr. Auch die Polizei in Oldenburg sprach von 10 bis 20 Personen.

Die Weide gehört einem Bauern. Die Kreisverwaltung in Westerstede versucht nach eigenen Angaben, die Versammlung zu unterbinden, weil sie gegen das verbotene Bauen im Außenbereich verstoße.