Backhaus informiert über Schutz bei Extremwetterlagen

Die dramatischen Bilder aus den Hochwasserregionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben in anderen Bundesländern die Alarmglocken schrillen lassen. Der Hochwasserschutz steht vielerorts auf dem Prüfstand.

Von dpa
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht.
Till Backhaus (SPD), der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Nach den verheerenden Überflutungen im Westen Deutschlands überprüft auch Mecklenburg-Vorpommern seine Vorkehrungen im Hochwasserschutz. Am Dienstag will Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin die Gefährdungslage im Nordosten erörtern und einen Überblick über die Präventionsmaßnahmen des Landes gegen Extremwetterlagen geben. Folgenschwere Sturzfluten wie jüngst in der Eifel sind im norddeutschen Tiefland zwar nicht zu befürchten. Doch hatte in der Vergangenheit Starkregen schon vielfach für erhebliche Schäden gesorgt.

So standen im August 2019 die Innenstädte von Rostock und Schwerin unter Wasser. Erst Ende Juni 2021 sorgte Tiefdruckgebiet „Xero“ im Nordosten mit teilweise sintflutartigen Regenfällen in wenigen Stunden für Niederschlagsmengen, die normalerweise verteilt über den ganzen Monat fallen. Besonders betroffen waren der Westen und der äußerste Südosten des Landes, wo die Feuerwehren mehrfach ausrücken mussten, um Keller leer zu pumpen. In Erinnerung sind auch die schweren Elbe-Hochwasser 2002, 2011 und 2013, sowie die wiederkehrenden Sturmfluten an der Ostseeküste.

Allein für den Küstenschutz stellt das Land laut Ministerium jährlich mehr als 20 Millionen Euro bereit, unter anderem für den Buhnenbau und Strandaufspülungen. Von 2007 bis 2017 seien zudem an Fließgewässern des Landes mehr als 80 Hochwasserschutzvorhaben mit Gesamtinvestitionen von rund 60 Millionen Euro gefördert worden. Derzeit liefen in Demmin Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Dort werde unter anderem ein unsicherer Deich durch eine Hochwasserschutzwand ersetzt, hieß es. Für den Hochwasserschutz stehen nach Ministeriumsangaben in der aktuellen Förderperiode EU-Mittel in Höhe von 60 Millionen Euro bereit.