Bank-Mitarbeiterin soll Konten von Kunden geplündert haben

Von dpa 05.07.2021, 14:33
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Hildesheim (dpa/lni) - Weil sie die Konten von drei Kundinnen in Lehrte geplündert haben soll, muss sich eine frühere Bank-Mitarbeiterin seit Montag vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Die 62-Jährige soll die Unterschriften der Kontoinhaberinnen gefälscht und die zur Auszahlung verbuchten Beträge für sich behalten haben. Laut Anklage erlangte sie auf diese Weise zwischen Januar 2014 und Februar 2018 insgesamt 292.300 Euro. Konkret wird ihr Urkundenfälschung in Tateinheit mit Diebstahl in 52 Fällen vorgeworfen. In drei weiteren Fällen soll sie die Auszahlung über den Geldautomaten veranlasst haben (Az.: 20 KLs 14 Js 41266/18).

Die Angeklagte habe die Vorwürfe am ersten Verhandlungstag vollumfänglich eingeräumt, sagte ein Gerichtssprecher. Als Begründung führte sie demnach an, sie habe sich im privaten Bereich finanziell übernommen, unter anderem mit einer von ihr vermieteten Immobilie und mit persönlichen Anschaffungen. Konkret beziffern, wofür die Beträge ausgegeben worden seien, konnte die 62-Jährige allerdings nicht mehr.

Die Frau war in Bank-Filialen in Immensen und Arpke tätig gewesen. Beide Dörfer gehören zu Lehrte (Region Hannover). Als Zeugen waren auch andere Mitarbeiter der Bank geladen. Die Angeklagte habe die persönliche Bekanntschaft und das langjährige Vertrauensverhältnis zu den drei Kundinnen sowie ihre Kenntnis von deren finanziellen Verhältnissen ausgenutzt, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Der Prozess wird am kommenden Montag (12. Juli) fortgesetzt. Dann soll das Verfahren mit den Plädoyers und dem Urteil zu Ende gehen.