Bauern enttäuscht von Treffen über Schweinepest

Von dpa
Schweine stehen in einem Stall.
Schweine stehen in einem Stall. Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Potsdam - Ein Expertentreffen zu den Folgen der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg ist aus Sicht der betroffenen Bauern enttäuschend verlaufen. „Bei den wirklichen Problemen und entscheidenden Fragen hat es keine Ergebnisse gegeben“, sagte der Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, Hendrik Wendorff, nach den Gesprächen am Freitag in Potsdam. „Es gab vom Bund keine Signale auf finanzielle Hilfe für die Schweinehalter in der Region“, ergänzte er.

Der Verkauf der Tiere aus Restriktionszonen, in denen besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Schweinehaltung gelten, sei nicht möglich. Er rechne damit, dass in den nächsten Wochen weitere Schweinehalter aufgeben werden, sagte Wendorff. Sie könnten sich die Haltung unverkäuflicher Tiere nicht länger leisten.

An dem Treffen nahmen Experten des Bundesagrarministeriums, der Landesministerien für Agrar und Verbraucherschutz sowie Schweinehalter teil. Am Freitag vor zwei Wochen war die Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen in Brandenburg ausgebrochen. Es waren die ersten Fälle der Seuche bei Hausschweinen in Deutschland.