Bericht: Corona setzte Wirtschaft in Bremen 2020 arg zu

Von dpa 06.07.2021, 14:32

Bremen - Im Zuge der Corona-Krise ist das Bruttoinlandsprodukt im Bundesland Bremen 2020 preisbereinigt um 7,0 Prozent geschrumpft. Das geht aus dem am Dienstag vorgelegten Statistischen Jahresbericht 2020 der Handelskammer Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven hervor. Damit sei der Rückgang deutlich größer als im Bundesdurchschnitt mit minus 4,8 Prozent.

„Die Corona-Pandemie traf die Unternehmen in einer vormals ungeahnten Dimension und forderte die Geschäftsmodelle über alle Branchen hinweg massiv heraus“, sagte Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen. Allerdings gäben die positiven Impulse, die inzwischen wieder von der Auslandsnachfrage ausgingen, Zuversicht und die Perspektive, das Tal möglichst bald zu überwinden.

Gegenwärtig stehen die Zeichen in Bremen und Bremerhaven laut IHK klar auf wirtschaftliche Erholung. „Entscheidend ist aber, dass die vom Lockdown betroffenen Unternehmen jetzt keine weiteren Rückschläge mehr erleiden müssen. Dann würde es für viele Unternehmen schnell wieder sehr kritisch werden“, warnte Marahrens-Hashagen.

Besonders stark traf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen die Tourismus- und Gastronomiebranche. Die bremische Hotellerie und Gastronomie zusammengenommen, sank der Jahresumsatz 2020 den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 44,5 Prozent. Die Kreuzfahrtgäste in Bremerhaven blieben 2020 nahezu komplett weg. Am Bremer Flughafen brachen die Passagierzahlen 2020 um 74 Prozent ein.