Berliner Schulen finden nur schwer ausgebildete Lehrkräfte

Von dpa
„Coronavirus“ steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer.
„Coronavirus“ steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer. Armin Weigel/dpa/Symbolbild

Berlin - Berliner Schulen haben es schwer, Stellen mit ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zu besetzen. „Es gibt viele Schulen, die keine einzige regulär ausgebildete Lehrkraft mehr finden“, sagte der Co-Vorsitzende der Berliner Vereinigung der Sekundarschulleitungen (BISSS), Sven Zimmerschied dem „Tagesspiegel“ (Mittwoch). Unter den rund 33.000 Lehrern in Berlin liegt die Zahl der Quereinsteiger, die kein Lehramtsstudium absolviert haben, der Zeitung zufolge inzwischen bei rund 7000.

Eine exakte Statistik dazu fehlt, wie der FPD-Bildungsexperte Paul Fresdorf bemängelt, der mit einer schriftlichen Anfrage den Anteil der Quereinsteiger herauszufinden versucht hatte. Aus der Antwort der Bildungsverwaltung geht hervor, dass alle Quereinsteiger, die seit 2013 ein berufsbegleitendes Referendariat absolviert haben, als „Lehrkräfte mit abgeschlossenem lehramtsbezogenen Studium“ bezeichnet und nicht mehr von Lehrkräften mit Lehramtsstudium unterschieden werden, wie die Zeitung berichtet. Als Quereinsteiger würden nur die Lehrkräfte bezeichnet, die sich noch im Referendariat befinden.

Berlin ist das einzige Bundesland, das Lehrkräfte nicht verbeamtet. Mehrere Berliner Schulleiterverbände hatten vor den Ferien angesichts des Lehrkräftemangels Alarm geschlagen und gefordert, zur Verbeamtung zurückzukehren.