Berliner Weihnachtsmärkte: Betreiber planen vorsichtig

In Berlin haben die Planungen für die Weihnachtsmärkte begonnen. Die Veranstalter hoffen auf eine Saison ohne drastische Einschnitte wegen der Corona-Pandemie. Ansonsten drohen große wirtschaftliche Schäden.

Von dpa
Weihnachtsmarkt in Berlin.
Weihnachtsmarkt in Berlin. Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Berlin - Die Betreiber mehrerer Weihnachtsmärkte in Berlin hoffen auf eine Saison ohne Corona-Lockdown und haben mit den Planungen begonnen. Nachdem im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Märkten einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, zeigen sich die Veranstalter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zuversichtlich, Berlinern und Touristen diesmal ein weihnachtliches Erlebnis schaffen zu können. Vielerorts ist die Planung bereits angelaufen - wenn auch vorsichtig.

„Wir haben vom Bezirk noch nichts Gegenteiliges gehört und auch schon alle Teilnehmer angeschrieben“, sagte etwa ein Veranstaltungssprecher für den Lucia-Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. „Wir sind darauf eingestellt, dass es wahrscheinlich Einschränkungen und Auflagen geben wird. Den Markt komplett absagen zu müssen, wäre eine grobe Enttäuschung.“ Auch die Betreiber der Weihnachtsmärkte an der Gedächtniskirche, am Alexanderplatz, bei den Späth'schen Baumschulen in Treptow sowie der Winterwelt am Potsdamer Platz rechnen und planen mit coronabedingten Einschränkungen.

Sollten die Weihnachtsmärkte jedoch auch in diesem Jahr komplett abgesagt werden, drohen große wirtschaftliche Schäden. Zwar seien im vergangenen Jahr für Teile der Schausteller Ausweichbeschäftigungen gefunden worden, aber viele seien durch die ausgefallenen Weihnachtsmärkte auch in existenzbedrohende Lagen geraten, teilte eine Veranstaltungssprecherin für den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche mit. Arnold Bergmann, Veranstalter des Marktes auf dem Alexanderplatz und der Winterwelt, sagte: „Ich weiß nicht, ob wir das vergangene Jahr wirtschaftlich überlebt hätten, wenn es die Staatshilfen nicht gegeben hätte.“