Berlins Schulen machen wieder zu: Diesmal wegen der Ferien

Von dpa
Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) spricht im Abgeordnetenhaus.
Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) spricht im Abgeordnetenhaus. Annette Riedl/dpa

Berlin - Berlins Schülerinnen und Schüler starten am Donnerstag in die Ferien. Zuvor gibt es am letzten Schultag am Mittwoch für die meisten noch Schulzeugnisse. Die Abiturientinnen und Abiturienten haben das bereits hinter sich. Für sie alle geht ein Schuljahr zu Ende, das wegen der Corona-Pandemie mit Zumutungen für sämtliche Beteiligten von den Lehrkräften bis zu den Eltern und in jedem Fall den Schülerinnen und Schülern verbunden gewesen ist.

Regelbetrieb mit täglichen Schulstunden im Klassenzimmer oder in anderen Unterrichtsräumen gab es für die rund 178.370 Kinder an den Grundschulen, die etwa 99.175 Schülerinnen und Schüler an Integrierten Sekundar- und an den Gemeinschaftsschulen oder für die gut 79.250 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Berlin erst seit Kurzem wieder. Zumindest ergab sich damit die Gelegenheit, Mitschülerinnen und Mitschüler wieder täglich zu sehen.

Denn monatelang mussten die Schüler mit dem Wechsel von sogenanntem Präsenzunterricht in der Schule und digitalem Lernen zu Hause leben. Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ist entschlossen, dass es das so schnell nicht wieder geben soll.

Im neuen Schuljahr soll es mit Regelbetrieb weitergehen, also kein Wechselunterricht mehr, außerdem gilt wieder Präsenzpflicht. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler müssen in die Schule kommen, auch wenn sie oder ihre Eltern angesichts der Corona-Pandemie kein gutes Gefühl dabei haben sollten. Das hat Scheeres am Dienstag noch einmal im Senat erläutert.

Voraussetzung ist, dass die Pandemieentwicklung sich nicht umkehrt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Samstag darauf hingewiesen, dass Wechselunterricht im Herbst und Winter wieder nötig sein könnte, falls die Infektionszahlen dann deutlich gestiegen seien. Berlin setzt zunächst darauf, dass es nach den Ferien mit Blick auf die Pandemie gut aussieht.