Bevölkerung schrumpft: Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt

Von dpa

Wiesbaden/Leipzig - In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Gegenüber 2019 hätten sich die Verluste verstärkt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. In Sachsen lebten Ende Dezember 2020 demnach rund 15.000 Menschen weniger als im Jahr zuvor (-0,4 Prozent); in Sachsen-Anhalt waren es rund 14 100 (-0,6 Prozent) und in Thüringen rund 13.100 weniger (-0,6 Prozent).

Der Freistaat Sachsen hat damit seinem Statistischen Landesamt zufolge den niedrigsten Bevölkerungsstand seit 2014. Während die Zahl der Einwohner in der kreisfreien Stadt Leipzig um 0,7 Prozent und im Landkreis Leipzig um 0,1 Prozent wuchs, nahm sie den Angaben zufolge in den anderen kreisfreien Städten und Landkreisen ab. Den größten Rückgang der Bevölkerungszahlen verzeichneten dabei der Erzgebirgskreis, der Landkreis Mittelsachsen, der Vogtlandkreis, der Landkreis Zwickau sowie der Landkreis Görlitz mit jeweils 0,9 Prozent.

In Sachsen-Anhalt schrumpfte die Bevölkerung in allen Städten und Landkreisen. Die prozentual größten Verluste wurden im Landkreis Harz mit 1,1 Prozent, in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis mit je 0,9 Prozent festgestellt. Die geringsten Verluste hätten die Landkreise Börde, Jerichower Land und Saalekreis mit je 0,2 Prozent hinnehmen müssen, hieß es schon vor zwei Wochen vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt.

Auch in Thüringen haben alle Landkreise und kreisfreien Städte - bis auf den Landkreis Weimarer Land - im vergangenen Jahr Bevölkerungsverluste erfasst. Im Weimarer Land stieg die Einwohnerzahl dem Statistischen Landesamt Thüringen zufolge um 0,2 Prozent. Die geringsten Verluste wies die kreisfreie Stadt Erfurt mit 0,1 Prozent auf, dicht gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis und der kreisfreien Stadt Weimar jeweils mit einem Rückgang von 0,2 Prozent.