Bischof Jeremias: Interreligiöse Gespräche wichtig

Von dpa

Vitt - Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Tilman Jeremias, findet interreligiöse Gespräche gerade auch in „unserer Region“ wichtig. Interreligiöse Gespräch seien hier viel weniger selbstverständlich als in Köln oder Frankfurt, wo das Zusammenleben der Angehörigen verschiedener Religionen seit Jahrzehnten Dauerthema ist, sagte Jeremias am Sonntag bei einer ökumenischen Uferpredigt in der Nähe des Fischerdorfs Vitt auf Rügen.

Mit der Predigt eröffnete er eine Gottesdienstreihe der „Sommerkirche Nordrügen“ unter dem Motto „Die Vielheit der Religionen und der einzige Gott“. Am nächsten Sonntag (1. August) wird Professor Ahmad Milad Karimi vom Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Münster in der Kirche in Altenkirchen eine Kanzelrede halten. Und gemeinsam mit Landesrabbiner Yuriy Kadnykov feiert die Gemeinde am 8. August einen christlich-jüdischen Gottesdienst zum Israelsonntag.

Hier auf Rügen gebe es „nur wenige muslimische oder gar jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sagte Jeremias. Die allermeisten Menschen haben sich wie in ganz Ostdeutschland von jeglicher Religion völlig entwöhnt und leben gut ohne Gott und Gottesdienst“. Dies mache es aus seiner Sicht umso nötiger, „dass wir uns als Menschen, denen Religion wichtig ist, zusammentun, uns treffen, austauschen und überlegen, was wir gemeinsam tun können“, sagte der Bischof.