Bischof: Jubiläum Anlass für Dankbarkeit und Zuversicht

Von dpa
Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meißen, steht während einer Predigt vor dem Altar.
Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meißen, steht während einer Predigt vor dem Altar. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Dresden - Das 100-jährige Jubiläum des Bistums Dresden-Meissen ist für Bischof Heinrich Timmerevers Grund zur Rückschau in Dankbarkeit. Es sei „ein sehr turbulentes Jahrhundert“ gewesen, sagte er vor dem Festgottesdienst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Schrecken des Nationalsozialismus, die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, der Neustart nach Kriegsende mit vielen, aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen, die das katholische Leben im Bistum mitprägten, Friedliche Revolution und Deutsche Einheit, „es gab viele Herausforderungen“ - bis in die Gegenwart.

„Dass die Christen in dieser Region das durchgetragen haben, ist Grund, dankbar zurückzuschauen und mit diesem reichen Erfahrungsschatz nach vorne zu blicken“, sagte Timmerevers. Die Lebensleistung und das Glaubenszeugnis der Menschen „kann uns für die Zukunft Zuversicht geben“. Das Jubiläumsjahr soll unter dem Motto „100 gute Gründe“ zum Nachdenken darüber anregen, „warum wir auch heute einen guten Grund haben, Christ zu sein“, sagte der Bischof.

Der Glaube lebe, „auch wenn es ohne Frage erhebliche Baustellen in der Kirche gibt“. Statt eines großen Festes mit Tausenden Menschen wird die Gemeinschaft der Katholiken in der bis nach Ostthüringen reichenden Diözese, coronabedingt, digital vernetzt - per Livestream aus der Kathedrale. Er habe die Hoffnung, „dass wir im gemeinsamen Singen und Beten einander im Glauben bestärken“.

Das Bistum Meißen wurde ursprünglich 968 gegründet, bestand aber nur bis 1581. Infolge der Reformation wurde es unter die Administratur von Kursachsen gestellt, Klöster und Stifte säkularisiert. 340 Jahre später, am 24. Juni 1921, erhob Papst Benedikt XV. die Apostolische Präfektur Meißen wieder zum Bistum Meißen, der heutigen Diözese Dresden-Meißen.