Blaualgen trüben Badespaß: Aber keine Badeverbote

Bei den aktuell hochsommerlichen Temperaturen lockt ein Sprung in einen kühlen Badesee - doch stellenweise machen sich dort gefährliche Blaualgen breit. Besonders ein großer Binnensee ist betroffen.

Von dpa
Blaualgen.
Blaualgen. Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Hannover - An einigen Badeseen in Niedersachsen müssen sich Badegäste und Schwimmer vor gesundheitsgefährdenden Blaualgen in Acht nehmen. Derzeit gilt für acht von 273 Badestellen im Land eine Warnung vor Cyanobakterienblüten, sogenannten Blaualgen, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte. Gleich fünf Warnungen gelten für Badestellen am Zwischenahner Meer im Ammerland. Auch am Otterstedter See (Kreis Verden) sowie am Ricklinger Bad und am Siebenmeterteich in Hannover wurden vermehrt Blaualgen festgestellt.

Blaualgen rufen Hautreizungen hervor. Beim Verschlucken können sie Schwindel und Erbrechen verursachen. Badeverbote wegen der Blaualgen gibt es aktuell noch nicht. Badegäste sollten aber auf Hinweise achten, rät das Landesgesundheitsamt. Grundsätzlich sollten Badegäste die Sichttiefe prüfen. Wenn im knietiefen Wasser die Füße wegen einer grünlichen Färbung nicht mehr zu sehen sind, sollte auf ein Bad verzichtet werden.

Biologisch gesehen sind Blaualgen Bakterien. Ursachen eines starken Wachstums können ein hoher Phosphatgehalt im Wasser und sommerliche Temperaturen sein. Der derzeitige Aufkommen von Blaualgen sei nicht ungewöhnlich, teilte das Landesgesundheitsamt mit. „Bei anhaltend warmen Wetter ist auch an weiteren Badestellen mit Massenvermehrung von Cyanobakterien zu rechnen, während das Geschehen an den aktuell betroffenen Stellen vielleicht schon wieder abnimmt“, hieß es.