Bremer Museen widmen sich dem Thema Geruch in der Kunst

Von dpa

Bremen - Geruch in der Kunst ist das Thema eines Gemeinschaftsprojektes von Museen und Einrichtungen im Land Bremen. Bis Ende Juli widmen sich zehn Ausstellungen, Vorträge und ein Begleitprogramm dem Geruchssinn und seiner Verbindung etwa zu Emotionen und Erinnerungen. Ziel sei, Geruch in der Kunst möglichst breit darzustellen und diesem Sinn mehr Aufmerksamkeit zu geben, sagte die Koordinatorin des Projektes „Smell it! Geruch in der Kunst“, Saskia Benthack, am Mittwoch in Bremen. „Wir wollen die Menschen mit diesem Sinn in Kontakt bringen.“ Bisher sei die Ausstellungswelt nahezu geruchslos, dies soll sich ändern.

In den kommenden Wochen können Interessierte - wenn es die Corona-Lage zulässt - Dufthäuser besuchen und in Museen unterschiedliche Perspektiven zum Thema Geruch kennenlernen. Die Ausstellungen zeigen Positionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler und legen bei bestehenden Sammlungen einen neuen Fokus auf den Geruchssinn. Der Kurator der städtischen Galerie Bremen, Ingmar Lähnemann, verwies darauf, dass der Geruchssinn in der Kunst bislang eine Nischenrolle spielt. Seit rund 30 Jahren gebe es aber mit der sogenannten olfactory art, der Riechkunst, eine eigene Kunstrichtung. Dabei verwenden Künstlerinnen und Künstler Düfte als Medium.

Am Projekt beteiligt sind die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, das Gerhard-Marcks-Haus, das kek Kindermuseum, das Künstlerhaus Bremen, die Kunsthalle Bremen, der Kunstverein Bremerhaven, das Paula Modersohn-Becker Museum, die Städtische Galerie Bremen, die Weserburg - Museum für moderne Kunst und das Zentrum für Künstlerpublikationen.