Bund will Planung der Kulturbranche mit 2,5 Milliarden sichern

Von dpa
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Fabian Sommer/dpa

Berlin - Die Risiken bei der Planung von Kulturveranstaltungen in der Corona-Pandemie sollen finanziell abgesichert werden. Der Bund will dafür einen 2,5 Milliarden Euro umfassenden Fonds auflegen. „Wir wollen Mut verbreiten in der Kultur“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin. Die Sicherung solle helfen, die vielfältige Kulturlandschaft in Deutschland „buchstäblich wieder zum Leben zu erwecken“. Ziel des Fonds sei es, das finanzielle Risiko einer Absage oder Verschiebung abzusichern.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verwies darauf, dass der Bund nach den bereits aufgelegten Förderprogrammen für die Kultur mit dem Sonderfonds nun auch einen Teil des wirtschaftlichen Risikos übernehme. Bei den Ländern angemeldet werden können von Juli an Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen, einen Monat später bis zu 2000. Für die Art der Veranstaltungen gebe es eine Positivliste.

Der Fonds ist den Angaben zufolge aufgeteilt in 1,9 Milliarden Euro für Hilfen, damit kleinere Veranstaltungen wirtschaftlich sein können. Dabei sollen Einnahmen aus Ticketverkäufen bezuschusst werden. Die verbleibenden 0,6 Milliarden Euro sind für Ausfälle vorgesehen, wenn Events coronabedingt abgesagt werden müssen.