Bundestagswahlkampf kostet Parteien sechsstellige Beträge

Von dpa

Leipzig - Die Parteien in Sachsen geben zum Teil sechsstellige Beträge für den Bundestagswahlkampf vor Ort aus - viele wollen sich jedoch auch nicht konkret dazu äußern. Das hat eine Umfrage der dpa unter den Landesverbänden ergeben.

Die FDP Sachsen etwa hat 120.000 Euro für den Wahlkampf eingeplant. „Darin sind die zusätzlichen Ausgaben der einzelnen Kreis- und Ortsverbände nicht enthalten“, teilt eine Sprecherin mit. Das Budget ist im Vergleich zu 2017 gewachsen - damals gaben die Freidemokraten 73.000 Euro für den Wahlkampf in Sachsen aus.

Auch das Budget der Linken ist sechsstellig: 168.000 Euro. Ein Sprecher weist jedoch darauf hin, dass in der Zahl auch Kosten für die Aufstellungsversammlung enthalten sind, bei der die Landeslistenplätze festgelegt wurden.

Nach Abzug der Versammlung und den Personalkosten blieben 56.000 Euro für den Wahlkampf - davon fallen den Angaben zufolge rund 20.000 Euro auf Plakate, 8000 Euro auf Touren und „Mobilitätskosten“. Jeweils 5000 Euro halten die sächsischen Linken für Kleinwerbemittel und Fotos von den Kandidatinnen und Kandidaten bereit.

Die anderen Parteien geben sich bei ihren Antworten deutlich zurückhaltender. Der SPD-Landesverband etwa teilt mit, dass die Finanzverantwortung für den Bundestagswahlkampf hauptsächlich in der Verantwortung des Berliner Parteivorstands falle. Von dort heißt es, dass das Wahlkampf-Budget der Bundes-SPD 15 Millionen Euro betrage. Angaben zum Budget der Landesverbände gibt es nicht. Auch die sächsische Union und die Grünen geben keine Zahlen zu ihrem sächsischen Budget raus.

In einem sind sich die meisten Parteien jedoch einig: Für einen Landtagswahlkampf müssen sie deutlich tiefer in die Kassen greifen als für den Bundestagswahlkampf.

„Im Gegensatz zur Landtagswahl liegt die Kampagne zur Bundestagswahl nicht in der Hauptverantwortlichkeit des Landesverbandes. Dementsprechend lassen sich die Budgets nicht vergleichen“, teilt etwa die CDU mit.