Caritas warnt: Kurkliniken ohne Rettungsschirm gefährdet

Von dpa
Das Logo der Caritas hängt am Gebäude.
Das Logo der Caritas hängt am Gebäude. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Osnabrück - Der Wohlfahrtsverband Caritas und das Müttergenesungswerk fordern eine Verlängerung des Corona- Rettungsschirms für Kurkliniken bis Ende 2021. Nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums solle das zeitlich befristete Unterstützungsprogramm am 15. Juni auslaufen. „Damit ist ein wichtiges Gesundheitsangebot für Familien bedroht“, warnte Ulrich Kupczik, Geschäftsführer des Caritas Gesundheitszentrums für Familien Norderney am Mittwoch. Vorsorge- und Rehabilitationskliniken für Mütter, Väter und pflegende Angehörige müssten um ihre Existenz bangen.

Mit dem Rettungsschirm hätten Kliniken für coronabedingte Einnahmeausfälle Ausgleichszahlungen in Höhe von 50 Prozent erhalten. Falle dies weg, führe das zu wirtschaftlichen Problemen. „Pandemiebedingt können einige Kliniken nicht voll belegen. Gleichzeitig gibt es Mehrkosten durch erhöhten Personal- und Sachaufwand“, so Kupczik. Unter diesen Umständen sei eine wirtschaftliche Betriebsführung der gemeinnützigen Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, die regulär eine Mindestbelegung von 95 Prozent gewährleisten müssen, nicht möglich.