Verkehr

CDU-Chef schlägt „Erweiterung“ des Gendarmenmarktes vor

Von dpa Aktualisiert: 26.11.2022, 21:47
Radfahrer sind auf dem für den Autoverkehr gesperrten Teil der Friedrichstraße unterwegs.
Radfahrer sind auf dem für den Autoverkehr gesperrten Teil der Friedrichstraße unterwegs. Paul Zinken/dpa/Archivbild

Berlin - Im Streit um eine Fußgängerzone in der Friedrichstraße hat sich CDU-Chef Kai Wegner für einen neuen Ansatz in Berlins Mitte ausgesprochen. „Mein Vorschlag wäre, den Gendarmenmarkt zu vergrößern“, sagte Wegner in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Freitag). „Die Charlottenstraße und Markgrafenstraße könnten auf dem Abschnitt am Platz als Fußgängerzone genutzt werden. Das würde diesen wunderbaren Ort noch lebenswerter machen.“

Der Auto- und Fahrrad-Verkehr könnte nach den Vorstellungen Wegners um den Platz herumgeleitet werden. „Die Friedrichstraße würde man wieder für Autos öffnen und dafür auf der Glinkastraße eine Spur komplett für den Fahrradverkehr sperren“, schlug er vor. Wichtig sei ihm dabei eine umfassende Beteiligung der Händler und Anwohner.

„Auch am Hackeschen Markt wäre eine Fußgängerzone vorstellbar“, fügte Wegner hinzu. „Diese Gegend ist dafür viel geeigneter als die Friedrichstraße. Natürlich gilt auch hier: Wir müssen die Händler beteiligen.“

Auf einem mehr als zwei Jahre lang autofreien Abschnitt der Friedrichstraße nahe dem Gendarmenmarkt rollt seit dem späten Dienstagabend wieder der Verkehr - zumindest vorerst. Senat und Bezirksamt Mitte folgten damit einem Beschluss des Verwaltungsgerichts, das die Sperrung für rechtswidrig erklärt hatte.

Umwelt- und Mobilitätssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hält dennoch an ihren Plänen für eine autofreie Flaniermeile fest. Dazu soll die Friedrichstraße dauerhaft zur Fußgängerzone umgewidmet werden. Das Verfahren soll bis Jahresende abgeschlossen sein, dann will Jarasch die Straße wieder sperren. Der Radverkehr läuft seit vergangenem Montag über die parallel verlaufende Charlottenstraße, die nun als Fahrradstraße ausgewiesen ist.