CDU sieht Wolfsbestand gesichert und fordert Jagdfreigabe

Von dpa 04.06.2021, 10:16
Dietrich Monstadt (CDU), Bundestagsabgeordneter aus Schwerin.
Dietrich Monstadt (CDU), Bundestagsabgeordneter aus Schwerin. Fabian Sommer/dpa

Schwerin (dpa/mv) – - Nach einer Reihe von Wolfsattacken auf Weidetiere fordert die CDU in Mecklenburg-Vorpommern, dass Wölfe auch gejagt und geschossen werden dürfen. „Wir brauchen eine aktive Regulierung“, erklärte der Schweriner Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt am Freitag. Der EU-weite Schutzstatus müsse gelockert werden. Kontinuierlich steigende Wolfszahlen belegten, dass sich die Bestände von allein erhielten. Monstadt gehört zum MV-Landesvorstand und ist auch im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft tätig. Zuvor hatten Bauernverband und Schaf- und Ziegenzüchter im Nordosten klarere Regeln für den Raubtierumgang gefordert, die auch Abschüsse enthalten sollten.

Die Population habe so zugenommen, dass es immer mehr Konflikte in ländlichen Gebieten gebe, auch im Nordosten, meinte Monstadt. „Die Tiere fühlen sich in Deutschland wohl.“ Auch weil sie trotz Herdenschutzes regelmäßig an Nutztiere kämen und diese rissen. Besonders betroffen seien Weidetierhalter. Man wolle aber weiter Rinder, Schafe, Pferde und andere Tiere auf Wiesen und in offenen Ställen, dies diene auch der Landschaftspflege.

„Die Akzeptanz gegenüber dem Wolf kann nur erhalten werden, wenn wir das Tier nicht nur vor dem Menschen schützen, sondern den Menschen auch vor dem Tier“, sagte der CDU-Politiker. Bundesweit war der Bestand vom Bundesamt für Naturschutz im „Monitoringjahr 2019/20“ mit 128 Wolfsrudeln, 35 Wolfspaaren sowie 10 „sesshaften Einzelwölfen“ gemeldet worden. Experten zufolge steigt der Bestand jährlich um rund 30 Prozent. Die meisten Wölfe leben im Osten Deutschlands und in Niedersachsen.