Corona: Bislang elf Nachweise von Delta-Mutation

Von dpa
Eine Laborantin sortiert Proben.
Eine Laborantin sortiert Proben. Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Erfurt - In Thüringen sind nach Angaben der Landesregierung bislang elf Fälle der gefürchteten Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die Mutation, die zuerst in Indien beobachtet wurde und als deutlich ansteckender als bisherige Virusvarianten gilt, wurde im Altenburger Land (5), den Städten Erfurt und Suhl (je 2, im Eichsfeld-Kreis und im Kyffhäuserkreis (je 1) nachgewiesen, wie aus einem von der Staatskanzlei am Samstag veröffentlichten Überblick hervorgeht. Am Vortag waren zudem erstmals zwei Fälle der sogenannten Gamma-Mutation, die zuerst in Brasilien aufgetreten ist, in Thüringen gemeldet worden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat bereits vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung durch die ansteckendere Delta-Variante gewarnt. Es fürchtet ein Wiederanheizen der Pandemie durch die in Deutschland derzeit noch auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) kursierende Variante.

Wie in anderen Bundesländern auch ist die in Thüringen am häufigsten nachgewiesene Virusmutation die sogenannte Alpha-Variante, die Ende vergangenen Jahres zunächst in Großbritannien beobachtet wurde und von hier aus nach Deutschland überschwappte. In Thüringen wurde sie in mindestens 17 181 Fällen nachgewiesen - bei insgesamt rund 128 000 Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn im Frühjahr 2020.