Deutsche und tschechische Schüler begegnen sich online

Von dpa
Ein Schüler bedient an einem Notebook die Lernplattform Moodle.
Ein Schüler bedient an einem Notebook die Lernplattform Moodle. Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Prag - Wegen der Corona-Pandemie ist der deutsch-tschechische Jugendaustausch fast vollständig zum Erliegen gekommen. Doch nun können sich Schüler beider Nachbarländer zumindest online begegnen. Möglich macht das ein neues Internet-Werkzeug, das der deutsch-tschechische Zukunftsfonds entwickelt hat. Der technische und organisatorische Aufwand werde damit für die Lehrkräfte gering gehalten, teilte die Organisation am Dienstag in Prag mit.

Das Online-Tool setze auf „lebendige Interaktion“ zwischen den Schülern und sehe Aktivitäten zum Kennenlernen, zum Eintauchen in die jeweilige Fremdsprache sowie gemischte Gruppenarbeit zu Alltagsthemen vor. Begleitet würden die Begegnungen von erfahrenen Kursleitern. Zielgruppe seien die Jahrgangsstufen 7 bis 12.

„Die Schüler haben geradezu begeistert reagiert und sich aktiv in die Online-Begegnung eingebracht“, berichtete demnach Barbara Raub, Lehrerin am Paul-Pfinzing-Gymnasium in Hersbruck. Die Schule in Mittelfranken unterhält eine Partnerschaft mit dem Josef-Jungmann-Gymnasium aus dem nordböhmischen Litomerice.

Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds besteht seit 1997 und fördert gezielt Projekte, die Menschen aus den beiden Nachbarstaaten zusammenbringen sollen. Er wird von den Regierungen in Berlin und Prag finanziert.