Kunst

Die Natur umarmen: Zweite Kinderbiennale in Dresden

Von dpa 17.09.2021, 14:04 • Aktualisiert: 18.09.2021, 22:05
Ein Kind liegt in der Ausstellung "Kinderbiennale - Embracing Nature" im Japanischen Palais.
Ein Kind liegt in der Ausstellung "Kinderbiennale - Embracing Nature" im Japanischen Palais. Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Mit einem Jahr Verzögerung wegen der Corona-Pandemie läuft von diesem Samstag an die zweite Kinderbiennale der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Sie widmet sich unter dem Motto „Embracing Nature“ dem Thema Nachhaltigkeit und der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Anders als bei der Premiere 2018 spielen interaktive Kunstwerke wegen der Pandemie diesmal keine zentrale Rolle, generell ist die Ausstellung hybrid angelegt, wie SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann am Freitag sagte. Den Kuratoren standen wie vor drei Jahren Kinderbeiräte zur Seite. „Sie wollten keine Räume, die Müll produzieren und fanden das Digitale gut.“

Alle künstlerischen Positionen beziehen sich laut Ackermann auf das Verhältnis von Mensch und Natur, das untersucht, hinterfragt und neu ausgelotet wird. Der Fokus liegt auf pflanzlichen Organismen und der Auswirkung des Menschen auf seine Umgebung. „Die entscheidende Frage ist, was tun wir für die nächste Generation?“, sagte Ackermann.

Zehn Künstler und zwei Gruppen haben dazu Installationen geschaffen: So können etwa Schmetterlinge in einem virtuellen Ökosystem gejagt werden - oder man kann unter einem „Schauer“ aus 3500 Seidenblumen auf weichen Kissen kuscheln und vor digitalen Zerrspiegeln herumhüpfen. Die App Earth Speaker von Ólafur Eliasson gibt außerdem dem Rasen, einem Baum oder einer Tasche auf Flatscreens ein Gesicht und eine Stimme.

In Kooperation mit der Bewegung Fridays for Future ist das Palais im Zuge einer „Action for Future“ Experimentierraum zur Entwicklung einer „Kultur der Nachhaltigkeit“. Die Biennale ist eine Kooperation mit der National Gallery Singapore, deren Kinderbiennale Vorbild für Europas Ausgabe war. Vor drei Jahren sorgte die eintrittsfreie Schau mit 110.000 Besucherinnen und Besuchern für einen Überraschungserfolg.