Diebesserie vor Aufklärung: Rund 300.000 Euro Schaden

Von dpa
Zwei Polizisten stehen beieinander.
Zwei Polizisten stehen beieinander. Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Ötigheim - Eine Serie von Diebstählen in einer Spedition im Landkreis Rastatt mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich steht vor der Aufklärung. Ein Mitarbeiter des Unternehmens soll in die kriminellen Machenschaften verwickelt sein, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Es gab mehrere Festnahmen.

Seit März kam es demnach in der Spedition in Ötigheim zum palettenweisen Diebstahl von zum Teil hochwertigen Elektroartikeln. Durch Testkäufe in Internet-Shops und auf Auktionsseiten kamen mehrere Personen ins Visier der Ermittler. So soll ein 24 Jahre alter Lagermitarbeiter das spätere Diebesgut auf den Lastwagen einer externen Spedition geladen haben, ohne dies weiter in den Ladepapieren zu verzeichnen. Bis zur vergangenen Woche war es der Polizei zufolge so zu über einem Dutzend Diebstählen mit einem Wert von rund 300.000 Euro gekommen.

Die Ermittler bekamen zudem Kenntnis über eine Lieferung mit Diebesgut. Die Beamten beobachteten am Dienstag vor einer Woche in Rheinstetten, wie erneut nicht dokumentierte Ware aus einem Lastwagen in ein Auto umgeladen wurde. Die Polizei stoppte das Auto beim Versuch, auf die Autobahn zu fahren. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

Der 28 Jahre alte Lkw-Fahrer konnte kurze Zeit später mit seinem Fahrzeug gestoppt und ebenfalls vorläufig festgenommen werden. Zeitgleich erfolgte die vorläufige Festnahme des 24 Jahre alten Lagerarbeiters in der Ötigheimer Spedition. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen in insgesamt acht Objekten konnte die Polizei nach eigenen Angaben umfangreiches Diebesgut im Wert von rund 50.000 Euro sicherstellen.