Digitaler Impfpass: Apotheken-Server nach Start überlastet

Von dpa
Ein Impfpass wird vor das Logo einer Pankower Apotheke gehalten.
Ein Impfpass wird vor das Logo einer Pankower Apotheke gehalten. Jörg Carstensen/dpa/Illustration

Berlin - Die Nachfrage nach digitalen Impfpässen aus Berliner Apotheken war am Montag laut Apotheker-Verein groß. „Das Angebot wird offenbar sehr gut angenommen, denn zwischenzeitlich sind die Server überlastet“, sagte die Geschäftsführerin Susanne Damer der Deutschen Presse-Agentur. Das bestätigte auch der Apotheker Michael Eder aus Berlin-Pankow. „In den ersten zwei Stunden gab es massive Probleme, weil der Server immer wieder abgestürzt ist“, sagte er. Seit Montag können Apotheken einen digitalen Impfpass ausstellen.

Auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de können Interessierte nach Apotheken in ihrer Nähe suchen, die den Service anbieten. Laut Damer sind auf dem Portal rund 500 Berliner Apotheken gelistet, die sich beteiligen. Für Geimpfte ist der Service kostenlos. Apotheken erhalten eine Vergütung.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Der Nachweis wird in einem sogenannten QR-Code aus schwarzen und weißen Quadraten hinterlegt, der künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt wird.

Wer in einem Impfzentrum geimpft wurde, soll den QR-Code automatisch per Post bekommen. „Darauf wollen viele Menschen, die jetzt verreisen wollen, aber nicht warten. Deshalb kommen sie in die Apotheke“, so Eder. Er prüfe mit seinem Team die jeweiligen Unterlagen und stelle seinen Kunden rechtzeitig zum gewünschten Termin den QR-Code aus.

Der Code kann dann mit bestimmten Handy-Apps eingescannt und vorgezeigt werden. Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis ab Mittwoch auch über die Luca-App möglich sein.