DLRG: Großer Andrang bei Kursen für Schwimm-Anfänger

Von dpa

Potsdam - Kein Binnenland ist so wasserreich wie Brandenburg - in der Hitze zieht es daher viele Menschen an die zahlreichen Seen. Doch fehlender Schwimmunterricht in der Corona-Pandemie hat die Zahl der Menschen, die nicht schwimmen können, ansteigen lassen. „Eine große Masse an Nichtschwimmern rennt uns momentan die Türen ein und möchte Kurse belegen, das überfordert uns“, sagte der Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) des Landes, Daniel Keip, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter kämen an ihre Grenzen. Alle Rettungsorganisationen und Schwimmschulen versuchten das auszugleichen, doch das werde wegen beschränkter Kapazitäten in den Schwimm-und Freibädern schwierig, berichtete Keip.

Für diesen Sommer will die DLRG in Brandenburg nach eigenen Angaben möglichst viel Schwimmausbildung für Anfänger anbieten. Aber auch die Schulen sollten immer dabei unterstützen. Zudem seien die öffentlichen Schwimmbäder in den Kommunen gefragt, die Kapazitäten für Schwimmunterricht schaffen sollten. Keip wies darauf hin, dass vor allem Eltern eine besondere Verantwortung dafür tragen, dass Kinder ein Schwimmabzeichen machten.

Im vergangenen Jahr wurden demnach 422 Erstschwimmer angeleitet - ein Rückgang um 70 Prozent gegenüber 2019. Da waren es Keip zufolge noch 1417 Menschen, die Schwimmunterricht bekamen. In Brandenburg sind im vergangenen Jahr nach Angaben der DLRG 24 Menschen ertrunken - das sind zehn Todesfälle weniger als im Jahr 2019.

„Die Hitzewelle ist für uns das Warmlaufen auf die Saison, alle drängen an die Strände“, sagte Keip. Von den 4000 DLRG-Mitgliedern in Brandenburg sei der Großteil in diesem Sommer auch im Einsatz.