Dreiste Betrüger erbeuten 30.000 Euro von Rentnerin

Von dpa 04.06.2021, 13:00
Ein Polizei-Schild an einem Polizeipräsidium.
Ein Polizei-Schild an einem Polizeipräsidium. Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Greifswald - Betrüger haben in Vorpommern erneut eine Rentnerin um ihr Erspartes gebracht. Wie eine Polizeisprecherin am Freitag erklärte, verlor eine 87-jährige Frau in Greifswald im Zusammenhang mit einem sogenannten Schockanruf 30.000 Euro und wurde außerdem übel beschimpft. Ein Anrufer habe sich am Donnerstag als Polizist ausgegeben. Er gab an, dass die Enkelin der Greifswalderin einen Unfall verursacht habe, bei dem ein Radfahrer getötet wurde.

Damit die Enkelin nicht in Haft bleiben müsse, sollte die 87-Jährige 30.000 Euro Kaution zahlen. Die Rentnerin hatte das Geld zu Hauses und übergab es einem Boten. Kurz danach habe sich der falsche Polizist noch einmal am Telefon gemeldet. Er soll die Frau beschimpft haben, weil sie angeblich insgesamt nur 25.000 Euro übergeben habe. Nun müsse die Rentnerin auch ihre Kontodaten mitteilen, sonst könne das nicht geregelt werden.

Die geschockte Geschädigte wandte sich erst danach an ihre Tochter und diese erstattete Anzeige. Landesweit registriert die Polizei im Nordosten seit Tagen eine Weller solcher Trickbetrugsversuche, bei denen es vielfach aber beim Versuch blieb.