Glücksspiele

Erster Millionär kam aus der Lausitz: Lotto wird 30

Von dpa 02.09.2021, 16:06
Ein Lottoschein wird ausgefüllt.
Ein Lottoschein wird ausgefüllt. Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Potsdam - Der erste Brandenburger Lotto-Millionär kam aus der Lausitz und gewann im Jahr 1992 einen Betrag von 2,27 Millionen D-Mark - die aktuellste Millionärin wurde in diesem Jahr um 48,19 Millionen Euro reicher. Zum 30-jährigen Bestehen hat die Land Brandenburg Lotto GmbH (LBL) ein positives Fazit gezogen. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft seit dem Gründungsjahr 1991 nach eigenen Angaben 4,9 Milliarden Euro an Spieleinsätzen und schüttete rund 2,3 Milliarden Euro in Form von Gewinnen an Tippende aus. Insgesamt gab es bereits 109 Millionengewinne - seit 2019 allein 15 Millionengewinne, wie die LBL am Donnerstag weiter mitteilte.

Das beliebteste Spiel der tippenden Brandenburger Bevölkerung ist den Angaben zufolge die Traditionsmarke LOTTO 6aus49. Am zweitliebsten wird in der Lotterie Eurojackpot getippt, an dritter Stelle steht die Zusatzlotterie Spiel 77. Die am häufigsten gezogene Zahl seit dem Jahr 2000 ist mit 616 Mal die Sechs. Am wenigsten gezogen wurde seitdem die Zahl 13 - ganze 495 Mal. In den vergangenen 30 Jahren stieg die Zahl der Lotto-Shops von 29 auf rund 660. Auch die Zahl der Mitarbeiter nahm von 30 im Gründungsmonat Mai 1991 auf 119 zu.

Neben den Lotterie- Glückspilzen ist auch das Land ein „Gewinner“. Seit 1991 flossen Glücksspielabgaben und Lotteriesteuern in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro in die Landeskasse, wie es von der LBL weiter hieß. Von jedem Lottoschein profitiere in hohem Maße auch das Gemeinwohl, erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zum Jubiläum. Die Land Brandenburg Lotto GmbH gebe 20 Prozent ihrer Einnahmen als Glücksspielabgabe weiter. Jährlich flössen daraus rund 4,8 Millionen Euro in soziale, kulturelle, pädagogische oder auch umweltorientierte Projekte zwischen Prignitz und Lausitz, zwischen Uckermark und Fläming. Der größte Betrag jedoch gehe in die Sportförderung - in diesem Jahr seien das 20,5 Millionen Euro. Die
Lottogesellschaft ist zu 100 Prozent im Besitz des Landes.

Die Lotterien sollen nach Worten der Co-Geschäftsführerin Kerstin Kosanke weiterentwickelt werden - so etwa beim Eurojackpot. Ab dem kommenden Frühjahr werden in diesem Spiel 120 Millionen Euro Höchstgewinn möglich sein. Auch eine zweite Ziehung werde angeboten.