Ex-Profi neu im Braunschweig-Aufsichtsrat

Von dpa 21.07.2021, 08:13
Ein Fußball-Spiel.
Ein Fußball-Spiel. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Braunschweig - Der langjährige Eintracht-Spieler Torsten Sümnich ist als Nachfolger von Ex-Nationalspieler Tobias Rau in den Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig gewählt worden. Das ist ein Ergebnis einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am Dienstagabend zur Aufarbeitung des Zweitliga-Abstiegs stattfand, die nach den großen Spannungen in den vergangenen Monaten aber nicht zu der befürchteten Schlammschlacht zwischen Vereinsführung und Fanvertretern verkam.

Eine „Initiative Eintracht“, die der Fanabteilung des Traditionsclubs nahesteht, hatte die Versammlung per Unterschriftenaktion beantragt. Diese Opposition wirft der Geschäftsführung der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft, dem Präsidium des Muttervereins und dem bisherigen Aufsichtsrat vor, den Abstieg in der vergangenen Saison durch zahlreiche Fehlentscheidungen begünstigt und die Eintracht in den vergangenen Jahren zu weit von ihren Anhängern entfernt zu haben.

Drei Aufsichtsrats-Mitglieder, darunter Rau und der bisherige Vorsitzende Frank Fiedler, waren bereits im Mai und Juni zurückgetreten. Alle anderen Vertreter folgten ihnen zu Beginn der Versammlung, um den Weg für Neuwahlen freizumachen.

Der Kandidat der Fanabteilung war dafür von einem Wahlausschuss nicht zugelassen worden, was die Brisanz vor diesem Abend zusätzlich erhöhte. Trotzdem verlief die große Aussprache bei der fünfstündigen Veranstaltung in der Volkswagen Halle sehr kritisch, aber konstruktiv. Auch die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Rainer Cech, Uwe Fritsch und Katja Wittfoth wurden trotz zahlreicher Gegenstimmen erneut in das Kontrollgremium gewählt. Der 47-jährige Sümnich spielte von 2001 bis 2007 für die Eintracht und erhielt bei seiner Wahl 594 Ja- und 44 Nein-Stimmen. Ein Vertreter der Fanabteilung soll bei der nächsten regulären Mitgliederversammlung im November in den dann neunköpfigen Aufsichtsrat nachgewählt werden.