Familienministerin Binz fordert Impfstrategie für Kinder

Von dpa
Katharina Binz (Bündnis 90/Die Grünen) lächelt.
Katharina Binz (Bündnis 90/Die Grünen) lächelt. Arne Dedert/dpa POOL/dpa

Mainz - Die neue rheinland-pfälzische Familienministerin Katharina Binz (Grüne) erwartet vom Impfgipfel der Bundesländer und der Bundesregierung eine Impfstrategie für Kinder und Jugendliche. „Auch wenn die Stiko (Ständige Impfkommission) auf eine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche verzichtet, braucht es eine Aufklärungskampagne, um Eltern und Jugendliche nicht mit der Entscheidung allein zu lassen“, sagte Binz am Mittwoch in Mainz. „Der Bund muss ferner dafür sorgen, dass verlässlich mehr Impfdosen geliefert werden, damit allen Impfwilligen ein Angebot gemacht werden kann.“ Die Bundesländer und die Kanzlerin schalten sich am Donnerstagnachmittag zu einem Impfgipfel zusammen.

„Je mehr Menschen geimpft sind, umso sicherer wird es insgesamt für uns alle“, sagte die Familien- und Jugendministerin. „Es ist jetzt wichtig, Familien aber vor allem auch Kinder und Jugendliche in Blick zu nehmen.“ Die Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit seien viele Monate geschlossen gewesen und es sei ihr ein großes Anliegen, Familien, Kindern und Jugendlichen einen möglichst unbeschwerten Sommer zu ermöglichen, so Binz.

„Vor allem fehlende Kontakte und Freizeitmöglichkeiten haben vielen Kindern und Jugendlichen zugesetzt.“ Empirische Studien zeigten, dass insbesondere psychische Erkrankungen zugenommen hätten. „Das ist alarmierend“, sagte Binz. Es dürfe nicht nur darum gehen, Lernrückstände aufzuholen, sondern dass Kinder und Jugendliche auch wieder Kontakte mit Gleichaltrigen leben könnten.